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Begleitung beim Berufseinstieg

Für Jugendliche mit Hauptschulabschluss wird es immer schwieriger, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Zum einen stellen Betriebe und Firmen immer höhere Anforderungen an die Noten von Bewerbern. Gleichzeitig fällt es vielen schwer, bei der Vielzahl von Ausbildungsberufen genau den herauszufinden, der am besten passt. Hier setzt die Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) an, die schon seit 2009 zu unserem Arbeitsfeld gehört. Ziel dabei ist, insbesondere Leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 so zu unterstützen, dass sie einen guten Schulabschluss machen, sich frühzeitig beruflich orientieren können und später einen Ausbildungsplatz finden. An der individuellen Förderung beteiligt sind neben unseren Fachkräften und den Jugendlichen selbst auch deren Eltern, die Lehrkräfte, die Berufsberatung der Arbeitsagentur sowie die Schulsozialarbeit. Aktuell sind wir mit unseren Berufseinstiegsbegleitern an zwölf Werkrealschulen und Gemeinschaftsschulstandorten aktiv, seit April dieses Jahres betreuen wir im Auftrag von Arbeitsagentur und Jugendamt Stuttgart dabei 235 Jugendliche. Damit der Übergang wirklich gelingt, ist es wichtig, sie auch in den ersten Ausbildungsmonaten zu begleiten.

Schulsozialarbeit als Integrationsmotor

Mit der Zuwanderung von Menschen, die vor Krieg und Verfolgung aus ihrer Heimat geflohen sind, hat sich auch die Arbeit unserer Schulsozialarbeiter verändert. Sie setzen sich seither intensiv für die Integration und Teilhabe der geflüchteten Kinder und Jugendlichen ein, die zunächst in Vorbereitungsklassen unterrichtet werden, bevor sie in eine reguläre Klasse wechseln. Sie in ihrem neuen Umfeld zu begleiten, ist nicht nur wegen sprachlicher und kultureller Unterschiede eine herausfordernde Aufgabe. Beispielhaft ist das Projekt „Miteinander leben – Toleranz und Kinderrechte“ an der Hohensteinschule in Zuffenhausen. Die Idee dabei ist, den Gemeinschaftssinn aller Kinder zu fördern und gleichzeitig die Eltern bei ihren Erziehungsaufgaben zu stärken. Das Ergebnis zeigt, dass Schulsozialarbeit als Integrationsmotor einen Beitrag zum guten Zusammenleben leisten kann.

Umzug in die Zukunft

Bei vielen Angeboten der Mobilen Jugendarbeit spielen die Räume vor Ort in den Stadtteilen eine zentrale Rolle. Hier treffen sich die Jugendlichen zum Chillen, zur Clubarbeit, zu gemeinsamen Spielen oder zum Einzelhilfegespräch. Die Freude ist daher groß, dass nun an gleich drei Standorten neue Räumlichkeiten bezogen werden konnten, die einen Quantensprung bedeuten. Im Februar ist das Stadtteilteam Hallschlag umgezogen, zuvor konnten bereits die Teams Neugereut/ Steinhaldenfeld/ Hofen sowie Rot ihr neues Domizil beziehen. Die Räume werden nun gemeinsam mit den Jugendlichen gestaltet.