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Beispielhaft für unsere QM-Instrumente stellen wir nachfolgend für den Bereich Streetwork die Standards und den Protokollbogen dar.
Standards Streetwork1. Fachliche Standards:
- Es ist wichtig, regelmäßig an den Treffpunkten präsent zu sein.
- Streetwork findet abgesprochen, beauftragt, zielgerichtet oder spontan statt.
- MitarbeiterInnen kennen die Treffpunkte und Aufenthaltsorte von Jugendlichen (Plätze, Straßenzüge, Schulhöfe, Jugendhäuser, Kneipen...) und suchen sie regelmäßig dort auf.
- Bei Bedarf suchen die MitarbeiterInnen die Jugendlichen auch zu Hause oder in anderen Stadtteilen auf.
- Die Streetworkzeiten und Streetworkorte sind an das aktuelle Freizeitverhalten, Treffpunkte und die Bedürfnisse der Jugendlichen angepasst.
- Die MitarbeiterInnen stellen sich als Person und in ihrer Funktion vor.
- Die MitarbeiterInnen respektieren das Platzrecht der Jugendlichen an öffentlichen Orten. Begründete Interventionen behalten sie sich vor, z.B. Gefahr in Verzug, Selbst- oder Fremdgefährdung.
- Das erklärte Ziel der MitarbeiterInnen ist es, sich bei den Jugendlichen das Interventionsrecht zu erwerben.
2. Strukturelle Standards:
- Die MitarbeiterInnen leisten niederschwellige Beratung, sofort und an Ort und Stelle.
- Für Streetwork stehen finanzielle Mittel zu Verfügung.
- Jeder/Jede MitarbeiterIn kann sich per Dienstausweis ausweisen.
3. Qualitätssichernde und –entwickelnde Standards:
- Streetwork wird mit Hilfe der Evaluationsinstrumente des Handbuchs dokumentiert, evaluiert und reflektiert.
Streetwork Protokoll
Das erarbeitete Raster dient zur eigenen Reflexion, sowie zur Beschreibung der Effektivität und Qualität von Streetwork. Hierfür ist eine Dokumentation der geleisteten Arbeit notwendig.
Streetwork im Rahmen von Mobiler Jugendarbeit ist sowohl ein eigenständiger, als auch ein integrierter Arbeitsbereich. Einige Jugendlichen werden fast ausschließlich auf der Straße betreut, für andere ist diese Form der Kontaktaufnahme eine Hinführung zur Gruppenarbeit und/oder Einzelhilfe.
Beide Formen von Streetwork können über einen standardisierten Auswertungsbogen in ihrer Vielfalt nicht vollständig erfasst werden. Viele Stimmungen und Situationen werden auf dem Papier verloren gehen, nicht alle Jugendlichen werden auf dem Bogen erscheinen. In dem Protokollbogen wird zielgerichtetes Streetwork festgehalten.
Ist die Beziehung zu einzelnen Jugendlichen über Streetwork gefestigt und tauchen diese dann vermehrt in den Protokollen der Gruppenarbeit oder der Einzelfallhilfe auf, wird ein Vermerk auf das Streetwork- Protokoll gemacht.
Der Bogen wird nach jedem Streetwork-Kontakt ausgefüllt.
Für jeden Ort soll ein eigener Bogen ausgefüllt werden. Das Streetwork-Protokoll hat 2 Schwerpunkte: zum einen wird der Blick auf die einzelnen Jugendlichen gerichtet, die vor Ort angetroffen werden. Zum anderen sollen Beobachtungen, Themen und Absprachen festgehalten werden, die bezogen auf die gesamte Gruppe/Clique entstehen.
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